Über mich
Menschen an ihren Wendepunkten zu begleiten,
ist meine Herzensangelegenheit
Schon als Kind wollte ich den Dingen auf den Grund gehen und Biologin werden. Ich wollte verstehen, warum etwas so ist, wie es ist, und mich nie mit der Oberfläche zufriedengeben. Diese Neugier führte mich in die naturwissenschaftliche Forschung, zur Promotion und anschließend in die Laboratoriumsmedizin.
Doch irgendwann reichten mir Laborwerte allein nicht mehr. Hinter jedem Befund stand ein Mensch mit seiner eigenen Geschichte. Ich begann, meinen Blick zu erweitern, beschäftigte mich intensiv mit Naturheilkunde und ganzheitlichen Ansätzen und fand schließlich zu dem, was seit mehr als 30 Jahren im Mittelpunkt meines Mentorings steht: Menschen zu begleiten.
Mein wissenschaftlicher Blick ist dabei bis heute geblieben. Ich hinterfrage, beobachte und suche nach Zusammenhängen und Mustern. Gleichzeitig betrachte ich den Menschen in seiner Ganzheit. Wissenschaft trifft Seele.
„Authentizität ist die tägliche Praxis, loszulassen, wer wir zu sein glauben, und zu umarmen, wer wir wirklich sind.“
Ich bin . Ich entscheide . Ich handle
Als Mentorin und Expertin für Wendepunkte begleite ich Menschen, die viel erreicht haben und Verantwortung tragen, die ihr Unternehmen oder ihre Arbeit lieben und dennoch irgendwann spüren, dass etwas fehlt. Ebenso begleite ich Menschen, deren Leben durch eine Krise, einen Verlust oder eine tiefgreifende Veränderung plötzlich eine andere Richtung nimmt.
Mich interessiert dabei nicht, wie du eine bessere Version deiner selbst wirst. Mich interessiert, was dich zu dem Menschen gemacht hat, der du heute bist, welche Entscheidungen du einmal unbewusst getroffen hast und welche davon heute noch über dein Leben bestimmen.
Denn entschieden wird immer.
Als Kind entscheiden wir unbewusst, wie wir sein müssen, um dazuzugehören, sicher zu sein und Zuwendung und Anerkennung zu bekommen. Jedes Kind möchte gesehen, gehört und wahrgenommen werden. Es möchte seinen sicheren Platz in der Familie haben, einen Platz, der nicht infrage gestellt wird. Es möchte dieses selbstverständliche Ja erfahren.
Aus seiner kindlichen Wahrnehmung heraus beginnt es deshalb sehr früh herauszufinden, wie es sein muss, damit dieser Platz sicher bleibt. So entstehen Strategien und unbewusste Entscheidungen, die uns weit bringen können. Ich nenne dies den Überlebensweg.
Dr. Marlies Koel – Ein Leben voller Wendepunkte
Warum ich Menschen heute genau dort begleite, wo das Vertraute nicht mehr reicht und das Neue noch nicht sichtbar ist
Schon als Kind wusste Marlies Koel, dass sie Biologin werden wollte. Sie war fasziniert vom Lebendigen und wollte verstehen, was hinter den Dingen liegt und warum etwas so ist, wie es ist. Oberflächliche Erklärungen genügten ihr selten. Sie wollte genauer hinsehen, Zusammenhänge erkennen und Ursachen finden.
Diese Neugier führte sie in die Naturwissenschaften. Ende der 1970er-Jahre studierte sie Biologie an der Universität Osnabrück mit dem ursprünglichen Ziel, Ökologin zu werden. Doch bereits während des Studiums kam es zu einem ersten Wendepunkt: Ihr Weg führte sie zur Biochemie. Von 1984 bis 1987 forschte sie im Bereich Immunchemie und Biologie am Forschungszentrum Borstel – Leibniz Lungenzentrum und promovierte anschließend an der Universität Lübeck mit magna cum laude.
In der nachfolgenden Tätigkeit in der Laboratoriumsmedizin war sie unter anderem am Aufbau der Toxikologie beteiligt. Sie entwickelte Nachweisverfahren für Medikamente, Drogen und Umweltgifte und arbeitete in den Bereichen Umwelttoxikologie, Hirntoddiagnostik, Vitaminanalytik und klinische Chemie. Gemeinsam mit Kollegen veröffentlichte sie wissenschaftliche Arbeiten in Fachzeitschriften.
Es war eine Welt, die zu ihr passte. Sie liebte das Experimentelle, das Analytische und die Genauigkeit. Ergebnisse sollten nachvollziehbar und Annahmen überprüfbar sein.
Und doch entstand gerade dort ein weiterer großer Wendepunkt ihres beruflichen Lebens.
In der Umweltanalytik beschäftigte sich Marlies Koel unter anderem mit gesundheitlichen Belastungen durch Holzschutzmittel. Über diese Arbeit entstand eine enge Zusammenarbeit mit dem Umweltmediziner Dr. Brian Walker in Quakenbrück. Menschen aus ganz Deutschland suchten Rat. Plötzlich lagen vor ihr nicht mehr nur Proben, Messwerte und Laborergebnisse. Hinter jedem Befund stand ein Mensch mit einer eigenen Geschichte, mit Beschwerden, Hoffnungen, Ängsten und Fragen, die sich nicht vollständig in Zahlen ausdrücken ließen.
Die Naturwissenschaft wurde dadurch für sie nicht weniger wichtig. Aber sie reichte ihr nicht mehr aus.
Gleichzeitig beschäftigte sie eine Beobachtung aus ihrer wissenschaftlichen Arbeit weiterhin: Auch unter kontrollierten Bedingungen können Fragestellungen, Annahmen und Erwartungen zu Einflussgrößen werden. Für Marlies Koel entstand daraus eine Frage, die weit über das Labor hinausging: Welchen Einfluss haben unsere inneren Annahmen und Konzepte darauf, wie wir Wirklichkeit wahrnehmen? Und welche Bedeutung haben die Entscheidungen, die ein Mensch sehr früh und noch unbewusst über sich, andere und das Leben trifft?
Aus diesen Fragen wuchs ihr Interesse am Menschen als Ganzem. Sie beschäftigte sich zunächst mit Elektroakupunktur und Kinesiologie. Es folgten zahlreiche Aus- und Weiterbildungen in Naturheilkunde. Weitere Schwerpunkte wurden die Psychoneuroimmunologie, Psychosomatik, Systemanalysen und Mustererkennung, immer mit dem Fokus auf einer ganzheitlichen Sicht des Menschen. 1993 erhielt sie ihre Zulassung als Heilpraktikerin.
Ein Jahr später folgte ein weiterer großer Wendepunkt.
Marlies Koel verließ die Sicherheit der Laboratoriumsmedizin und machte sich selbstständig. Rückblickend war dieser Schritt kein Bruch mit ihrem bisherigen Leben. Die Biologin und Wissenschaftlerin verschwanden nicht. Sie wechselte ihr Forschungsfeld.
Die Genauigkeit blieb. Ihre Beobachtungsgabe blieb. Ihre Freude am Hinterfragen blieb. Und auch der Wunsch blieb, nicht bei dem stehen zu bleiben, was an der Oberfläche sichtbar ist.
Nur stand jetzt der Mensch im Mittelpunkt.
Wissenschaft trifft Seele.
Seit mehr als 30 Jahren begleitet Marlies Koel Menschen. In diesen Jahrzehnten wurde für sie immer deutlicher, dass Wendepunkte sehr unterschiedliche Gesichter haben.
Manche kommen unübersehbar ins Leben: eine Krise, ein Verlust, eine Krankheit, eine Trennung oder eine berufliche Veränderung. Andere sind leise. Nach außen kann alles stimmen. Ein Mensch kann erfolgreich sein, Verantwortung tragen, sein Unternehmen oder seine Arbeit lieben und trotzdem irgendwann diese eine Frage spüren:
Ist das wirklich mein Leben?
Auch Marlies Koels eigener Weg verlief nicht geradlinig. Er führte sie von der Biologie und Immunchemie über die Laboratoriumsmedizin und Naturheilkunde zum Mentoring, zum Schreiben und auf die Bühne. Dabei musste das Vorherige nie verschwinden, damit etwas Neues entstehen konnte. Die Biologin musste nicht aufhören, Biologin zu sein, damit die Heilpraktikerin ihren Platz fand. Und die Heilpraktikerin musste nicht verschwinden, damit die Mentorin entstehen konnte.
Genau darin erkennt Marlies Koel heute ein Prinzip, das auch ihre Arbeit bestimmt: Entwicklung bedeutet für sie nicht, das Bisherige abzuwerten oder auszulöschen. Was einen Menschen getragen hat, darf bleiben. Gleichzeitig kann etwas Neues hinzukommen.
Nicht weniger vom Alten. Mehr vom Möglichen.
Diese Haltung bestimmt auch ihren Blick auf die frühen Entscheidungen eines Menschen. Ein Kind beobachtet sehr genau, was es tun und wie es sein muss, um dazuzugehören, gesehen und gehört zu werden und seinen sicheren Platz zu haben. Lange bevor es bewusst darüber nachdenken kann, trifft es unzählige unbewusste Entscheidungen. Daraus entwickeln sich Strategien, Überlebensstrategien oder Überlebenswege, wie Marlies Koel sie nennt.
„Ich muss stark sein.“
„Ich darf niemanden enttäuschen.“
„Ich muss leisten.“
„Ich muss mich anpassen.“
„Ich bin für alles verantwortlich.“
Solche Entscheidungen können einen Menschen weit bringen. Aus ihnen können Leistungsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Anpassungsfähigkeit, Durchhaltevermögen und Stärke entstehen. Je nach Entscheidung können sich jedoch auch ganz andere Verhaltensweisen entwickeln.
Schwierig wird es, wenn aus einer Überlebensstrategie die einzige Möglichkeit geworden ist.
Marlies Koel verwendet dafür bewusst provokante Begriffe wie Funktionseinheit und Erwartungserfüllungsanstalt. Es ist gut, funktionieren zu können. Doch wer nur noch funktionieren kann, verliert Wahlmöglichkeiten.
Deshalb geht es ihr nicht darum, Menschen zu optimieren oder zu perfektionieren und auch nicht darum, ihre bisherigen Strategien zu beseitigen. Sie möchte mit ihnen herausfinden, welche Entscheidungen einmal sinnvoll waren, welche heute noch unbewusst über ihr Leben entscheiden und welche neuen Entscheidungen heute möglich sind.
Der bisherige Weg darf als Ressource bleiben. Ein weiterer Weg kommt hinzu.
So erweitert sich der Raum der Möglichkeiten.
Dabei reicht Verstehen allein für Marlies Koel nicht aus. Ein Mensch kann sehr genau wissen, warum er immer wieder auf eine bestimmte Weise reagiert, und im entscheidenden Moment trotzdem in alte Verhaltensweisen zurückfallen. Deshalb bezieht sie den Körper und das unmittelbare Erleben in ihre Arbeit ein.
Verstehen öffnet die Tür. Das Erleben führt hindurch.
Auch ihr neues Buch „Hol dir deinen Lebensberechtigungsschein! Freiheit für dich: Alte Muster entschlüsseln und ganz du selbst sein“ folgt diesem Gedanken. Der ungewöhnliche Begriff „Lebensberechtigungsschein“ entstand in der Arbeit mit einem Klienten. Nach einem intensiven Prozess sagte er, er habe sich gerade seinen Lebensberechtigungsschein selbst gegeben.
Dieser Satz berührte etwas, das Marlies Koel in ihrer Arbeit immer wieder begegnet: Menschen können ein Leben lang versuchen, sich ihren Platz durch Leistung, Anpassung, Anerkennung oder Erfolg zu verdienen.
Doch den eigenen Lebensberechtigungsschein kann niemand von außen ausstellen.
Für Marlies Koel steht er für ein grundloses Ja zu sich selbst. Ein Ja, das weder Leistung noch Rechtfertigung braucht.
Vielleicht liegt genau darin die Verbindung zwischen all den Wendepunkten ihres eigenen Lebens und ihrer heutigen Arbeit: Sie hat selbst immer wieder erlebt, dass ein vertrauter Weg enden oder zu eng werden kann, ohne deshalb falsch gewesen zu sein. Und dass etwas Neues beginnen kann, ohne das Bisherige auslöschen zu müssen.
Heute begleitet sie Menschen genau an dieser Schwelle.
Sie sagt ihnen nicht, welchen Weg sie gehen sollen. Sie eröffnet einen Raum, in dem sichtbar und erlebbar werden kann, dass es mehr als einen Weg gibt und dass sie wieder selbst entscheiden können.
Ihr eigenes Leben hat ihr dabei etwas gezeigt, das sich nicht allein aus Büchern, Ausbildungen oder Methoden lernen lässt:
Wendepunkte verändern nicht zwangsläufig, wer wir sind. Sie können uns die Möglichkeit eröffnen, neu zu entdecken, wer wir wirklich sind, und bewusst zu entscheiden, wie wir leben wollen.
Vielleicht lässt sich deshalb ihr eigener Weg ebenso wie ihre Arbeit mit drei Sätzen zusammenfassen:
Ich bin. Ich entscheide. Ich handle.
„Mein Credo: Ich bin. Ich entscheide. Ich handle.“
Vielfach werden wir leistungsfähig, stark und verantwortungsbewusst, passen uns an und lernen zu funktionieren. Diese Fähigkeiten können zu wertvollen Ressourcen werden und wesentlich dazu beitragen, wer wir heute sind. Manchmal lernen wir das Funktionieren allerdings so gut, dass ich dafür die bewusst provokanten Begriffe Funktionseinheit und Erwartungserfüllungsanstalt verwende.
Es ist gut, funktionieren zu können. Nur sollte Funktionieren nicht die einzige Möglichkeit bleiben.
Heute können wir innehalten, wahrnehmen und bewusst neu entscheiden. Die Strategien, die uns geprägt und oft weit gebracht haben, müssen dabei nicht verschwinden. Sie dürfen bleiben und zu wertvollen Ressourcen werden. Gleichzeitig können durch neue, bewusste Entscheidungen weitere Lebenswege hinzukommen. Der eigene Raum der Möglichkeiten erweitert sich.
Genau dort setzt mein Mentoring an. Ich möchte dir nicht sagen, wie du leben sollst. Ich begleite dich dabei, wahrzunehmen, was zu dir gehört, welche alten Entscheidungen heute noch über dein Leben bestimmen und wo du neu entscheiden möchtest. So kann aus einem vertrauten Weg, der bisher alternativlos erschien, wieder eine Wahl werden.
Für mich bedeutet das, dem Leben mehr Leben hinzuzufügen.
Seit mehr als 30 Jahren begleite ich Menschen auf diesem Weg.